Der Gender Health Gap: Wenn Medizin Frauen übersieht
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00:00:09: Hi.
00:00:10: Hi, Ellie!
00:00:11: Was ist Gender-Half-Gap?
00:00:13: Erzähl mal was stellst du dir darunter vor?
00:00:16: Oh du ich hab mich ein bisschen mit dem Thema mittlerweile befasst.
00:00:19: aber ich muss ehrlich gesagt sagen am Anfang man hat's gehört aber ich wusste nicht wirklich was es ist.
00:00:24: Am Anfang wie sind wir denn überhaupt zusammengekommen?
00:00:27: das war ja auch eine Reise.
00:00:29: vielleicht sollten wir die hier mal ganz kurz anreißen.
00:00:31: auf
00:00:32: jeden Fall das war ne wilde Geschichte.
00:00:33: aber ich glaube wir stellen uns erst einmal vor hi Ich bin die Elisa König und Wer bist denn du?
00:00:38: Ich
00:00:38: bin Rassika Schneider.
00:00:41: Das freut mich übrigens sehr!
00:00:43: Ja, es war eine wilde Reise und zwar... ich glaube du arbeitest bei der IKK wenn ich das richtig sehe.
00:00:48: Genau
00:00:48: und so haben wir uns kennengelernt und ihr habt damals zusammen mit der Krebsgesellschaft, eine Kampagne für die Social Media Plattform von euch gemacht.
00:00:57: Und seid auf mich aufmerksam geworden und so haben wir uns kennengelernt!
00:01:02: Ja ich fand das war ein ganz ganz cooler Tag gewesen weil wir direkt vom Anfang an mega gevibt haben
00:01:08: absolut
00:01:10: weil wir direkt ins Gespräch gekommen sind.
00:01:14: Ich hab gedacht, für dieses Projekt brauch ich auch jemanden mit dem ich gut klarkomme und über intime Sachen reden kann, wo ich mich wohlfühle.
00:01:22: Insofern bin ich da direkt auf dich gekommen.
00:01:25: Und du hast ja auch einiges an Background mitgebracht!
00:01:29: Weil hier geht es ja um das Thema Frauengesundheit... Du bist da ja mittendrin, du hast ja deine eigenen Problemchen hier und da.
00:01:38: Deswegen habe ich gedacht, du passt auch perfekt
00:01:40: rein.".
00:01:41: Ja
00:01:41: stimmt!
00:01:41: Manchmal denkt man sich vielleicht... Es ist dumm, wie sie kommen.
00:01:44: Aber ich finde im Leben passiert alles so, wie es passiert.
00:01:47: Man muss das akzeptieren.
00:01:48: Bei mir war's vor zwei Jahren mit der Diagnose Darmkrebs erhalten und für mich war's wichtig, ganz offen mit dem Thema umzugehen und zum einen zu sensibilisieren, zur Vorsorge aufzurufen und einfach auch zeigen, wie wichtig Gesundheit in Allgemein ist aber eben auch wie wichtig Frauengesundheit ist, weil man hat so viel Problemchen als Frau durch den ganzen Zyklus von Anfang an in der Pubertät.
00:02:16: Man kippt um wenn man seine Tage bekommt und man hat viele Dinge die einfach im Körper abgehen.
00:02:21: und ich weiß noch dass ich damals in meinem Krankheitsverlauf und ich wusste es lange nicht und dachte okay was ist mit meinem Körper los?
00:02:28: Ich kann's nicht richtig einordnen Und das ist halt wirklich was ganz, ganz Wichtiges.
00:02:33: Weil gerade zum Beispiel bei der Thematik Krebs geht es halt wirklich ganz schnell halt irgendwann auch um die Zeit weil das ist das A und O und deswegen ist es einfach wichtig sich mehr mit seinem Körper zu befassen.
00:02:46: Ja auf jeden Fall sprichst ja etwas ganz Wichtiges an und zwar dass Frauengesundheit nicht nur auf einen Alter beschränkt ist, sondern es geht durch die gesamte Bahn von jung bis alt.
00:02:55: Gibt es ganz verschiedene Aspekte, die da beachtet werden müssen und können?
00:03:00: Und damit wollen wir uns ja hier auch so ein bisschen auseinandersetzen.
00:03:03: also Wir haben ja ganz spannende Themen mitgebracht für diesen Podcast und ich freue mich schon richtig drauf.
00:03:11: Was ist denn das Thema worauf du dich am meisten freust oder wo du gespannt bist darauf was darüber zu lernen
00:03:18: Also generell über den Gender Health Gap.
00:03:21: Alleine mal in die Thematik einzutrauchen oder da wirklich mehr Informationen zu bekommen, weil es einfach surreal ist wenn man sich überlegt also wir jetzt wirklich mal ein bisschen ins Thema reingehen dass der Mann quasi seit neunzehntetzig glaube ich ist das als die Norm in der klassischen Schulmedizin genommen wurde und wie er als kleinen Mann irgendwie reingeschmissen werden.
00:03:43: also für uns gibt's gar keine wirklichen Studien.
00:03:45: ja
00:03:45: wir werden einfach wieder Mann behandelt
00:03:48: Ja, oder als kleiner Mann weil wir tendenziell ein bisschen schmähler sind irgendwie auch unsere Organe.
00:03:53: Ich glaube zum Beispiel das Herz eines Mannes ist definitiv schwerer als dass einer Frau und das Frauenherd schlägt schneller.
00:03:59: Das sind wirklich extreme Unterschiede z.B.
00:04:02: auch immer in Übs überlegt.
00:04:03: Wir haben eine Periode, wir haben Hormonschwankungen, das dies.
00:04:07: Und dann hat sich die Medizin so lange jetzt wirklich nur auf das eine Geschlecht bezogen Außen vorgelassen, das heißt ja die Frage.
00:04:18: Wie ist denn dann unsere klinische Versorgung wenn irgendwas passiert?
00:04:21: Ja ich finde man merkt es jetzt zum Beispiel auch bei einem Thema dass mich betrifft zb endometriose.
00:04:26: Da werden ja Frauen echt meistens erst sehr spät diagnostiziert.
00:04:30: Vieles wird erst mal abgetan mit ... Jo, es ist völlig normal, dass du da sonst wie so große Schmerzen leidest.
00:04:36: Klar!
00:04:37: Dass du da auf den Boden rumkriegst und dich nachher nicht richtig bewegen kannst oder sonst was?
00:04:41: Ja.
00:04:41: Und dann plötzlich gibt das eine Krankheit, eine Diagnose dafür.
00:04:45: uns bekommt einen Namen.
00:04:46: Das ist superwichtig.
00:04:48: Es nimmt jetzt zum Glück in dem Bereich immer mehr an Fahrt auf.
00:04:53: Ich finde, das zeigt auch schon, wie wichtig Es ist, dass wir jetzt auch hier darüber sprechen.
00:04:58: Und für mich Gender Health Gap ... Ich find das klingt im ersten Moment vielleicht so ein bisschen abstrakt.
00:05:03: Aber ich hab da ja auch so einen Beispiel gelesen wie zum Beispiel bei diesen Crashdummies.
00:05:07: Also das sind ja alles männliche Crashdummis.
00:05:09: Diese Crashdunnys sind quasi auf die männliche Anatomie auszulegen.
00:05:12: Stimmt,
00:05:13: weil wenn ich überlege, ja!
00:05:14: Auf jeden Fall.
00:05:14: Genau
00:05:15: und
00:05:15: ...
00:05:16: Und das ist halt total krass, weil eben Frauen ja anders gebaut sind und bei Autounfällen Frauen dann auch ein höheres Risiko haben, dass sie sich verletzen.
00:05:29: Es gibt weibliche Crashdummies mittlerweile aber es ist nicht verpflichtend diese mit in die Tests reinzunehmen.
00:05:35: Das finde ich auch schon total wild.
00:05:37: Wir fahren hier mittlerweile genauso viel, würde ich sagen, Autos wie Männer.
00:05:41: Ich glaube
00:05:41: schon recht lange
00:05:43: auf
00:05:43: jeden Fall genau
00:05:44: was.
00:05:45: Ich meine nur, weil wir sind ja davon auch betroffen.
00:05:48: Insofern finde ich es halt auch wichtig, dass da dann das verpflichtend wird, dass zum Beispiel weibliche Crush-Dummies mit eingebunden werden einfach damit man ein gewisses Gleichgewicht halt auch schafft.
00:05:58: Weißt du?
00:05:58: Ja noch zu sagen, warum halt... bis Datu immer nur an Männern getestet wurde, weil man halt irgendwann mal in den Neunzensebzigern die Kontagarenfelder hatte.
00:06:08: Und man sich deswegen berufen hat.
00:06:10: aber wenn man sich überlegt wir haben zwei tausend sechsten zwanzig und neunzehnt siebzig das sind wirklich sechsund fünfzig Jahre!
00:06:15: Das ist verdammt viel und wir sind und keiner wusste davon.
00:06:18: also ich habe als ich mich jetzt belesen habe bin ich auch darüber gestolpert dass es wirklich auch umfragen gibt, dass forty-two Prozent der Männer das für Quatsch halten und für irgendeinen Mode trennt und sogar
00:06:30: auf
00:06:30: jeden Fall Und das ist verrückt.
00:06:32: Und ein und dreißig Prozent der Frauen auch dabei sind, weil man so wenig Berührungspunkte hat, wenn man eigentlich gar nicht weiß was es wirklich ist?
00:06:41: Das ist doch so krass, gell!
00:06:42: Eigentlich würde man sagen ja, im Jahr zwartausend sechsundzwanzig wo sind die fliegenden Autos?
00:06:48: Wo ist das coole Zeug?
00:06:49: Aber nein wir beschäftigen uns damit dass Frauen in der Medizin endlich mal gesehen und gleich behandelt werden.
00:06:54: Ist irgendwie bisschen traurig, ich hätte lieber die fliegenden Autos.
00:06:57: Gehe
00:06:57: ich mit ihr... Ja, das ist absurd.
00:07:00: kann man sich eigentlich was gar nicht vorstellen, auch dass wir wirklich eine schlechtere Versorgung klinisch haben weil wir Frauen sind.
00:07:09: Hättest du mich, also ich bin wirklich sprachlos.
00:07:12: Weil das ist eigentlich undenkbar.
00:07:14: Du gehst ja ins Krankenhaus und möchtest die bestmögliche Versorgung haben.
00:07:17: Natürlich hab' ich zum Beispiel auch meiner Damenkrebs-OP.
00:07:20: Das war ein unfassbar guter Arzt!
00:07:23: Das kann man jetzt nicht so verallgemeinern und sagen Jetzt Frauen, die dich behandeln sind immer besser.
00:07:28: Aber wenn man Studien sich anschaut gibt es genau die Problematik dass Frauen eben auch nicht ernst genommen werden.
00:07:35: So Frauen gehen zum Arzt.
00:07:36: Also bei mir z.B.
00:07:37: war's so Ich bin zum Arz gegangen Ich hatte eine verdammt gute Hautärztin, deswegen ist mein Hautkrebs festgestellt worden.
00:07:45: Aber beim Gastroentrologen zum Beispiel hat er das Ganze auf Stress abgetan und
00:07:50: krass!
00:07:50: Das ist auch heftig geworden.
00:07:52: Ja, und das ist halt genau das was du auch in den Studien erkennst.
00:07:55: Das ganz viele Frauen ich glaube sogar... Ich weiß jetzt gerade nicht mehr genau die Zahl aber dass sie zum Beispiel auch die neun-dreißig Prozent sind in einer gewissen Studie Die gar nicht erst zum Arzt gehen möchten weil sie denken Sie werden nicht ernst genommen Weil es eben auf psychische Probleme geschoben wird Und das kann nicht sein.
00:08:11: Ja deswegen muss einfach mehr Aufmerksamkeit auf das Thema kommen.
00:08:15: Also wir müssen darauf aufmerksam machen Dass es den Gender Help gibt Prävention, Vorsorge auch super wichtig ist.
00:08:21: Das was man im Vorhinein vielleicht schon rechtzeitig abklären kann das wird später erst gar nicht zu so einem großen Problem werden.
00:08:27: deswegen wenn man halt rechtzeitig Sachen erkennen Frauen ernst nimmt wenn sie auch ihre Beschwerden haben dann ist das glaube ich langfristig gesehen einfach die bessere Lösung für alle und es ist ja auch einfach so dass es die Hälfte der Menschheit betrifft mal ganz einfach runtergebrochen.
00:08:42: Die Hälfe der Menschen sind Frauen?
00:08:44: Ja Also, sollte doch eigentlich auch die Gesundheitsversorgung für beide gleich sein und gerecht sein.
00:08:50: Und ernst genommen werden?
00:08:51: Dass
00:08:51: wir alleine im Jahr zum Jahr zwanzig über so eine Thematik sprechen müssen ist wirklich verrückt!
00:08:56: Wie du gerade sagst ich hatte lieber fliegende Autos
00:08:58: als mich
00:08:59: um sowas zu befassen aber deswegen sind wir da und deswegen schlüsseln wir das ein bisschen auf.
00:09:03: und genau darum geht es einfach dass Frauenproblematiken jetzt in den Fokus gerückt werden Ernstgenommen werden dann Nachgang.
00:09:11: Also ziehen wir jetzt mal, dass man sich nachhaltig wirklich damit beschäftigt.
00:09:16: Ich weiß gar nicht ob du das wusstest.
00:09:17: wie wird denn beim Mann einen Herzinfarkt festgestellt?
00:09:20: Was für so ein Tomatiken weißt du da Bescheid?
00:09:22: Ist es beim Mann ist es doch glaube ich linke Arm-Schmerzen
00:09:26: und Ziehen
00:09:27: genau?
00:09:27: Und Druck in der Prusnia... Bei der Frau zum Beispiel hast du Bauchschmerzen hast Du hast Rückenschmerzen Und du hast so'n dumpfes Gefühl das aufsteigt.
00:09:37: Die Frage ist Hattest du das schonmal in deinen Weiß nicht, wie lange bist du auf der Welt?
00:09:41: Gott, jetzt muss ich überlegen.
00:09:42: Wir sind eigentlich in ... Äh, vielundzwanzig!
00:09:44: Ich denke... Hatte's du das schon mal?
00:09:46: Ja, ich hatte so Gefühle schon mal.
00:09:48: Genau.
00:09:48: Ja, Dito, ich genauso und ich hab das nachgelesen und dachte mir ja gut aber da sind ja allgemeine Periodenschmerzen.
00:09:55: Das sind die Allgemeinen Schmerzen, die man zum Beispiel auch... Ich bin z.B.
00:09:59: Neurodivergent.
00:10:00: mittlerweile sagt man oder früher hat man ADHS gesagt, ich benutze lieber das Wort Neuro-Divergent wenn dein Nervensystem aktiv ist hast du ganz, ganz oft Einfach ein Ziehen im Arm.
00:10:09: Und da denke ich mir, wie soll man das als Frau wirklich richtig rausfiltern?
00:10:15: Unterscheiden.
00:10:16: Genau!
00:10:16: Wenn es sogar noch nicht mal die Medizin bis dato tut... Also da muss so viel gemacht werden damit wir ganz klar die gleichen Lebenserwartungen haben oder beziehungsweise die Möglichkeit gleich behandelt zu werden im Krankenhäusern, wie Männer das
00:10:33: Datum Frauen haben.
00:10:34: Wir tatsächlich eine höhere Lebenserwartung, was ja irgendwie dann wiederum witzig ist in dem Kontext-Metro.
00:10:41: Aber ja, was das Thema Herzgesundheit angeht... Ich glaube, dass es tatsächlich ein Bereich der bei dem Gender Health Gap mit am besten schon aufgegriffen wurde weil es eben Ich glaube, viele Menschen wissen einfach, dass es da Symptome mittlerweile gibt.
00:10:56: Die sich unterscheiden sowohl bei Männern als auch bei Frauen im Herzinfarkt.
00:10:59: Meinst
00:10:59: du das Wissen?
00:11:00: Ja!
00:11:00: Können wir vielleicht nachher mal auf
00:11:02: der Straße rausfinden
00:11:03: weil ich bin mir wichtig und als mein Mann gesprochen hat er gesagt ehrlich kriegen Frauen überhaupt einen Herzinfakt.
00:11:09: also von daher... Bin gespannt.
00:11:11: Sorry, find ich mein Mann hier jetzt gerade.
00:11:13: Der Mann zu Hause, der ist ja auch so Elisa?
00:11:14: Sei bitte still!
00:11:16: Ich bin gespannt, wenn wir uns um Freunden erholen.
00:11:19: Ja
00:11:19: aber das finde ich schon ganz spannend dass das unterschiedlich ist.
00:11:22: da werden wir auch noch eine eigene Folge dazu machen.
00:11:24: ein kleiner Spoiler hier schon mal an Rande zum Thema Herzgesundheit.
00:11:28: Ich glaube, dass es einer so der bekannteren Fakten zumindest für mich war's schonmal ein bekanntherer Fakt.
00:11:33: Das ist ja auch so, dass Frauen dementsprechend, wie du gesagt hast, weil die Symptome anders sind.
00:11:37: Auch erst häufiger oder später in die Notaufnahme kommen.
00:11:41: also die wartenlänger was natürlich auch in dem Fall total fatal ist beim Herzinfarkt länger zu warten.
00:11:47: aber die warten länger und gehen dann halt ersten die notaufnahmen und werden dann erst quasi versorgt oder behandelt.
00:11:53: Weil halt auch man sagt frauen haben beständig Schmerzen in ihrem Leben und sind eher dazu geneigt, Schmerz auszuhalten.
00:12:00: Und dann zu denken okay irgendwann geht er.
00:12:03: Das ist halt wirklich wie du gerade gesagt hast bei einem Herzinfarkt absolut fatal.
00:12:06: das darf nicht sein.
00:12:08: Weißt du was ich gelesen habe?
00:12:09: Wie ich mich mit dem Thema Gender Health Cap auseinandergesetzt hab war das Thema Reanimation.
00:12:14: Fällt dir da irgendwie dazu etwas ein um was es dagegen könnte?
00:12:18: Vielleicht dass man Berührungsängste hat bezüglich Brustkorb und Prüsten?
00:12:23: Also tatsächlich, das finde ich total krass.
00:12:25: Werden Frauen weniger reanimiert?
00:12:27: Einfach weil gerade Männer... Angst davor haben, dann auf diese Brust draufzudrücken.
00:12:34: Oder
00:12:34: was kaputt zu machen vielleicht auch?
00:12:35: Weil eine Frau oft... Nee!
00:12:37: Ich glaube es ist eher diese Berührungsangst.
00:12:39: Also das glaub ich eher dieses Oh jetzt nachher heißt dann oh ich hab die da angefasst.
00:12:43: Ich sag dir ganz ehrlich fass mich an wenn ich tot bin und mein Herz nicht funktioniert, dann will ich dass du da rein berückscht und mich reanimierst so recht.
00:12:52: Das ist mir wichtig also dass da noch so ne Berührung angst herrscht Ding nachvollziehen.
00:12:57: Aber das sollte man dringend drüber reden und sagen, wenn da jemand liegt, dann fasst du mich bitte oder fasst die Person an?
00:13:04: Wenn ihr Hilfe braucht, wenn ihr lebtlos ist, reanimierst du dir bitte!
00:13:07: Weil im Nachhinein sag ich ja auch nicht auf Gott ne, der hat da meine Prost angefasst.
00:13:12: Dann kommen wir noch mal zu deinem Dummy-Beispiel.
00:13:15: Da ist es ganz wichtig, dass man wirklich Frauendummies hat weil nur so kannst du's lernen und nur so wird es normal Dann werden dir ja die Bührerungsängste machen.
00:13:25: Ja, das ist eine total gute Sache was du sagst, weil ich mir gerade so denke es gibt hier nur männliche Puppen auch.
00:13:31: Ich hab noch nie an der Puppe reanimiert.
00:13:33: Ich habe schon einige Reanimationskurse mitgemacht, Notfallkurse und ich hatte dann doch keine einzige Puppee, die Prüste hatte.
00:13:40: Ich
00:13:40: glaube ich aber schon!
00:13:42: Echt?
00:13:42: Ich weiß nicht, aber irgendwie wenn ich so... Also mein Kurs ist schon lange, lange her.
00:13:48: Aber ich glaube sogar, ich glaube ich hat ne Frau Ich glaube, ich hatte Brüste.
00:13:53: Da war irgendwas hochgegeben in meinem Kopf.
00:13:57: Ja, nee, ich tatsächlich nicht... Also vielleicht musste auch noch aufgerüstet werden?
00:14:01: Definitiv!
00:14:02: Also Fakt.
00:14:04: Sonst würde es ja die Studien auch nicht dazu geben oder eben die Berührungsängste wären auch nicht so da.
00:14:09: Die Frage ist auch wie oft hast du wirklich also wie oft musst du genauso einen ersten Hilfekurs machen?
00:14:14: Aber das ist noch mal eine andere Sache.
00:14:15: Ich glaube, da gehen wir jetzt nicht
00:14:16: rein.
00:14:17: Das geht vom Thema, glaub ich, zu weit weg!
00:14:20: Du hast gesagt du hast mit deinem Mann ja auch so ein bisschen drüber geredet über das Thema... Was hat der denn dazu gesagt?
00:14:25: Zu Gender Health, gibt es dem etwas in Sinn gekommen?
00:14:28: War dem das bewusst dass das existiert?
00:14:30: Nee also das war vielleicht mal gehört, so weitläufig irgendwie man Headliner gelesen aber sich wirklich damit befasst und wir haben auch gestern so ein bißchen irgendwie darüber gesprochen.
00:14:42: Also ich sag mal so,
00:14:44: und mein Mann ist Förderschullehrer.
00:14:45: Also das ist nicht so dass er sich jetzt nicht irgendwie mit vielen... also der hat schon auch dieses lebenslange Lernen im Kopf drin und befasst sich wirklich mit vielen Thematiken.
00:14:53: aber das ist wirklich was Ich müsste mal oder wir werden es später auch sehen oder nochmal vielleicht können wir das in einer anderen Folge noch einmal aufgreifen man wirklich im Freundeskreis umhören, hey was äh wie siehst du das?
00:15:05: Was ist denn für dich Jenny Helfgeb und da mal zu gucken und aufzuschlüsseln.
00:15:08: Ich mein jetzt haben wir ja dann ein Podcast den du ihnen vorspielen kannst wo er sich weiter bilden kann.
00:15:14: vielleicht auch hier der reminder an alle die zu hören falls es überwiegend Frauen sind nimmt doch mal euren partner noch mit gibt ihm doch auch mal eine kleinen crash course in gender health gebt ist ja gar nicht so uninteressant.
00:15:24: je mehr es wissen desto mehr könnt darauf Aufmerksam machen.
00:15:27: Das Wissen muss sich einfach verbreiten.
00:15:29: Und ja, hier geht es überwiegend um Frauengesundheit und Frauenthemen.
00:15:33: D.h.,
00:15:33: aber nicht dass das für Männer uninteressant ist?
00:15:36: Auf gar
00:15:36: keinen Fall!
00:15:37: Also
00:15:37: gerne auch mal die Partnerin unterstützen indem so ein Podcast gehört wird.
00:15:42: Ja
00:15:42: weil ich glaube auch es ist ganz wichtig in vielen thematischen Videos jetzt gerade auch sagst mit Endometriose oder mit anderen Problematiken wie zum Beispiel auch Neurodivagensstrich-ADHS wenn man so gewisse Symptomatiken näher gebracht bekommt und weiß okay auf was muss man achten Bei einem herzenfach was kann passieren wie wo war?
00:15:59: es ist schon wichtig glaube ich auch den gegenüber oder den partner in dem falle zu sensibilisieren so sagen hey das da könnte im notfall weil Es gibt ja auch mal notfälle oder selbst einfach nur dass verstehen uns von uns und unserem nicht wir sind keine kleinen männern sondern wir sind frauen und einfach zu verstehen okay das sind wir ist alles da und das macht alles huddel.
00:16:22: Und nicht nur, oh die hat wieder das und dass und auch jetzt ist immer wieder das.
00:16:27: Allein die Umholschwankung.
00:16:29: Auch noch ein Thema,
00:16:29: wo sie gekommen sind.
00:16:33: Dafür haben wir ja quasi uns in zwei unterschiedlichen wie soll ich sagen Altersgruppen und dann kann jeder dann vielleicht auch so ein bisschen aus seiner eigenen Perspektive berichten.
00:16:42: Stimmt!
00:16:42: Ich habe gar nicht gesagt, wie alt ich bin glaube ich
00:16:45: bis es verraten.
00:16:46: Okay, ich bin vierzig.
00:16:50: Ein bisschen schwer für mich am Anfang, aber ist alles in Ordnung mittlerweile.
00:16:53: Ich bin zweifache Mama von Zwillingen oder beziehungsweise ... Doch!
00:16:57: Das musst du wissen.
00:17:00: Mädchen-Junge.
00:17:01: Ich studiere Sozialpädagogin und arbeite als DJ'n also mach so... sehr gesettelt, teilweise im Leben gerade durch die Kids.
00:17:10: Und mein anderer Part, dem lass ich so ein bisschen der Leidenschaft tanzen.
00:17:16: Ich glaube das ist eine ganz gute Mischung bei uns beiden.
00:17:18: deswegen
00:17:19: auch.
00:17:19: Ja also
00:17:19: ich hab keine Kinder!
00:17:21: Ich bin Single... ja nee, wir sind beide sehr kreativ unterwegs und ich liebe DIY-Projekte und alles Mögliche.
00:17:27: Ich bin gerne mit Freunden unterwegs draußen.
00:17:31: Neues Hobby habe ich für mich entdeckt pole dance finde ich auch super Ja.
00:17:35: Mega!
00:17:35: Ja, gell?
00:17:36: Find ich auch richtig cool.
00:17:38: Ansonsten denke ich ergänzen wir uns da aber auch.
00:17:41: Ich freu mich sehr gut.
00:17:42: Ich mich auch.
00:17:45: So Ellie jetzt haben wir ja mal unsere ganzen Gedanken, Recherchen alles Mögliche hier herausgelassen und geteilt.
00:17:53: Jetzt wird es ja auch mal an der Zeit ein paar andere Leute zu fragen was die denn von dem Thema so halten wissen.
00:17:59: Absolut,
00:18:00: und ich bin wirklich gespannt was dabei rauskommt.
00:18:04: Wir gehen ja jetzt in die Innenstadt?
00:18:05: Ja!
00:18:06: Was denkst du...was die Leute da so sagen?
00:18:08: also denkste sie wissen was mit dem Begriff Gender Health Cup anzufangen?
00:18:12: oder denkst Du die sind so ahnungslos?
00:18:14: Oh
00:18:15: mein Gefühl würde sagen so vierzig Prozent wissen um was es geht.
00:18:18: sechzig Prozent sind eher noch ahnlungslos.
00:18:20: aber
00:18:21: Ich könnte mir vorstellen dass mehr Frauen wissen um das es geht als Männer.
00:18:24: Das könnte ich mir schon vorstellen.
00:18:26: Wir gucken.
00:18:27: Ich würde sagen, wir gucken... Aber es ist eine interessante Prognose!
00:18:31: Du gehst vor eingenommen ran.
00:18:33: Ja wunderbar, dann schauen wir mal was uns da jetzt so begegnet.
00:18:37: Tun wir das?
00:18:37: Los geht's!
00:18:41: Wir machen einen kleinen Podcast und es geht um Gender Health Gap.
00:18:44: Es geht einfach nur um die Frage Sagt euch das irgendwas?
00:18:48: Echt?
00:18:48: Erzähl mal.
00:18:49: Gender Health Gam?
00:18:50: Wie kann man das am
00:18:51: besten
00:18:52: übersetzen?!
00:18:53: Du hast gesagt, du sagst
00:18:54: ja was.
00:18:55: Ja dann ... Nee, doch nicht.
00:18:56: Die haben's mal gehört oder du hast es mal gehört aber das ist einfach so dieses ... Und dann weiß man trotzdem nicht, was wir damit anfangen.
00:19:01: Was soll?
00:19:02: Bei Gender Health gibt es eher ein bisschen um die Unterscheidung zwischen Mann und Frau in der Medizin also wie sie wahrgenommen werden unterschiedliche Probleme und wie weit man da mit dem Forschungsstand
00:19:12: ist.
00:19:13: Ich hab sehr guten Bekanntenkreis war für mich.
00:19:15: Gibt's auch einen Arzt.
00:19:16: Da muss ich sagen, da wurden meine Probleme als Frau immer sehr gut wahrgenommen.
00:19:21: Da muss ich sagen, da habe ich Brusti verfahren.
00:19:23: Ich hab mir darüber noch nie Gedanken gemacht und ich weiß
00:19:25: halt
00:19:25: auch nicht ... ist es ja Medizin schon so lang bekannt?
00:19:28: Dass es unterschiedliche Vorfaktoren gibt!
00:19:31: Wenn jetzt Medizin bei Männern getestet wird oder bei Frauen und Frauen haben wir einen komplett anderen Körper als männerlogischerweise Und der Körper von den Frauen reagiert ja komplett anders.
00:19:39: Exakt
00:19:40: Und das muss man eigentlich auch bedenken.
00:19:43: Man muss
00:19:43: wirklich mal die Frauen untersuchen statt die Männern, weil Frauen haben auch allein schon zum Beispiel der Muskelanteil oder Testosterone.
00:19:51: Das ist ja alles ganz unterschiedlich und es wird ja alles bei Männern getestet und sagt okay ist okay und bei Frauen sind das komplett in anderen Nebenwirkungen oder
00:19:58: so.
00:19:59: Komplett richtig, Medikamente wirken teilweise bei Frauen ganz anders als bei Männernen.
00:20:03: aber das weiß man halt auch erst dann wenn's soweit ist, weil man's halt vorher nicht getestete hat.
00:20:06: wie findet ihr dass da so ein Ungleichgewicht herrscht?
00:20:09: Ja, schon schlecht.
00:20:10: Also ... ist schon der Nachteiligung?
00:20:13: Ja!
00:20:13: Ich auch, ich find das scheiß, wenn man drüber nachdenkt, dass es schon schlechter ist.
00:20:18: So wie Sie fragen gibt's ganz bestimmte
00:20:19: Unterschiede.
00:20:20: Hab ich aber nicht
00:20:21: darüber nachgedacht, muss ich verstehen.
00:20:23: Vielleicht die Hormonschwankungen, dass das Problematiken darstellt, dass zum Beispiel eine Frau hat ein viel kleineres Herz als ein Mann.
00:20:33: also vom Gewicht Wie sind denn die Symptomatiken vom Herzinfarkt bei einem Mann?
00:20:39: Oh
00:20:39: je.
00:20:40: Gut, dass wir hier sind gerade!
00:20:42: Ich mach das jede zwei Jahre in so einer Hersteller-Verschulung aber leider gehen die Dinge
00:20:46: wieder verlogen.
00:20:48: Also eigentlich sagt man ja, ziehen im Unterarm einen Druck auf der Brust und bei der Frau sind es ganz andere Anzeichen.
00:20:55: Wir können zusammenfassen, bei Ihnen ist es noch nicht angekommen, dass die Frau faktisch medizinische Übernachteiligung hat.
00:21:01: Ja,
00:21:02: jetzt nicht angeguckt.
00:21:03: Genau dann... Wer ist für mich sehr interessant, was sie dann mal über Gender Health Gap gehört?
00:21:08: Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was das ist.
00:21:11: Also es klingt ja schon, aber das letzte Wort ist mir etwas ganz ... Obwohl meine Trachter da sehr bewandert sind und auch die Freunde und mich sozusagen auch in gewisser Weise aufklärt irgendwie.
00:21:22: Und man lernt ja nie aus!
00:21:24: Also ich bin ganz gespannt, was
00:21:26: es ist.
00:21:26: Ja.
00:21:27: Es geht darum dass Frauen in der Medizin eine Benachteilung hat.
00:21:31: Natürlich!
00:21:31: Es gibt einen Geschlechterunterschied, genau davon haben sie schon mal gehört.
00:21:35: Natürlich das ist bei den meisten Medikamenten sieht man es wird an Männern ausprobiert und oder ausprobierts.
00:21:42: jetzt gucke ich an.
00:21:45: Bei
00:21:45: Herzinfarkten wird überwiegend bei den Männern das dann oh Gott was ist da passiert?
00:21:51: Da Frauen sind überarbeitet, haben Depressionen, haben Rückenschmerzen in Tellerrand geguckt.
00:22:00: Und es wird manchmal nicht wertgeschätzt und auch nicht
00:22:03: zugehört.".
00:22:04: Ja,
00:22:04: also ich finde sie sind verdammt gut informiert!
00:22:06: Also Sie haben ja schon einige Beispiele jetzt genannt Medikation ist anders bei Frauen, also es wirkt anders teilweise.
00:22:12: Herzinfarkt-Symptome sind anders bei Frau als bei Männern.
00:22:15: Haben sie auch selbst schon mal die Erfahrung beim Arzt gemacht dass sie sich vielleicht nicht ganz so ernst genommen gefühlt haben weil sie eine frau sind oder Aus irgendwelchen Gründen, dass es auf die Psyche geschoben wurde?
00:22:25: Ja.
00:22:25: Gerade beim Frauenarzt hatte ich eine Situation ... da war die Untersuchung und es war nicht angenehm.
00:22:31: Ich hab das auch geäußert.
00:22:33: Und sie hat gemeint ja bei den Frauenarzen ist das halt so.
00:22:36: Da habe ich gesagt im Moment, es ist mein Körper!
00:22:40: Das sollte man doch in Austausch gehen.
00:22:42: Und da ermutige ich auch Frauen an Fisch, egal was für ein Alter von null bis hundertzwanzig.
00:22:49: Dass er einfach sagen, was sie möchten und manchmal auch Petitionen starten oder im Freundeskreis sich austauschen.
00:22:58: Dass es nicht als Markel oder wenn ich stelle dich nicht so dran.
00:23:04: Das einfach sich was im Gemeinsamen ändert, auch in der Politik und auch in die Ausbildung.
00:23:13: So sind wir wieder da!
00:23:14: Sind wir wieder drin?
00:23:15: Was sagst du, Ellie?
00:23:17: Ich glaube, ich fand's genauso wie erwartet Ehrlich gesagt.
00:23:21: Also, ja ... Man hat schon irgendwie gemerkt, die Leute wissen erst mal mit dem Begriff tendenziell überhaupt nichts anzufangen und wenn man es dann ein bisschen erklärt hat, dann hat man genau diese Bröckchen zugeschmissen bekommen um die sich da bei uns dreht.
00:23:36: Ja ich finde auch, man hat so gemerkt den mehr man mit den Leuten geredet hat das so mehr wussten sie denn auch als.
00:23:41: ich glaube Sie haben sich teilweise auch selbst überrascht.
00:23:45: Aber ja, ich fand es schon spannend.
00:23:46: Da kamen auch einige persönlichere Geschichten mit rum und Erfahrungen.
00:23:51: Das fand ich auch cool.
00:23:53: aber ich fand's auch sehr spannend dass diese persönlichen Erfahrungen gar nicht direkt unbedingt in den Zusammenhang mit gender healthcap gebracht wurden also das fand ich irgendwie spannend sondern dass man das vielleicht eher selbstverständlich oder als Einzelfall für sich betrachtet hat und ich gedacht halt, dass ist ein größeres Problem vielleicht ist
00:24:11: Perfekt zusammengefasst, weil genau das ist.
00:24:13: Ich glaube man kriegt es in seinen Bekanntenkreis immer mit dass die Problematiken gibt aber man hat nie in die Meta-Ebene gesetzt, dass das wirklich ein beständiges Problem ist, dass wirklich die Medizin per se angeht.
00:24:27: Deswegen mega aufschlussreich und deine Quote hat gestimmt.
00:24:31: Ja!
00:24:32: Dass mehr Frauen Bescheid wissen als Männer.
00:24:34: natürlich haben wir auch mehr Frauen gefragt.
00:24:38: Aber wir haben ja so ein bisschen auch im Off schon gefragt, ob der eine oder andere was dazu sagen kann und die Quote stimmt definitiv.
00:24:44: also Frauen wissen tendenziell Gott sei Dank ein bisschen mehr über die Frauengesundheit.
00:24:48: Ja
00:24:48: wobei Gott sei dank eigentlich wäre es jetzt noch sinnvoller wenn auch die Männer auch wenn sie's nicht betrifft was davon müssten um uns quasi zusätzlich zu unterstützen das Thema nochmal hin auszutragen.
00:24:58: aber ich weiß was du meinst.
00:24:59: Also ja ich fand es auch super spannend und ich merke aber auch da muss noch ganz viel getan werden.
00:25:06: Da müssen wir ja echt noch ran, Ellie.
00:25:09: Definitiv und irgendwann wird es dann genauso sein dass hoffentlich Geschlechter unabhängig man Bescheid weiß was denn mit dem Ausdruck Gender Health Gap gemeint ist.
00:25:19: Ja absolut!
00:25:20: Was ist da drunter zu verstehen?
00:25:22: Und welche Krankheiten sich da auch aufschlüsseln.
00:25:25: So, jetzt haben wir ja quasi unsere Perspektive am Anfang mit eingebracht.
00:25:29: Unsere Gedanken und Recherchen.
00:25:32: Jetzt haben Leute von draußen ihre Erfahrungen uns dargelegt.
00:25:37: Jetzt wird es eigentlich mal Zeit, dass man noch so ein Experte einordnet.
00:25:41: Und man sagt hey wie sieht das wirklich aus?
00:25:44: Ich hab da den Plan davon ... Wir haben uns auch ein bisschen eingelesen aber ich glaub jemand der das beruflich macht hat auf jeden Fall mehr Ahnung.
00:25:52: Da hören wir doch mal nach oder?
00:25:53: Lass uns das tun!
00:25:56: Wir sind an der Universität des Saarlandes.
00:25:58: Ich bin hier mit Herrn Kirschhoff, Herr Kirschoff.
00:26:01: Vielleicht können Sie sich einfach mal ganz kurz vorstellen wer sie sind und was sie machen?
00:26:05: Ja also mein Name ist Frank Kirchhoff.
00:26:07: ich komme ursprünglich aus Niedersachsen.
00:26:10: Und ich bin seit zwei tausend neun Professor für molekulare Physiologie an dieser Universität.
00:26:16: Mein Forschungsgebiet sind die Mechanismen wie Zellen im Nervensystem miteinander umgehen.
00:26:22: insbesondere interessiert mich aber dabei Welchen Effekt haben diese Signalwege für das Verhalten, dass wir aus dem und in den vergangenen Jahren haben?
00:26:32: Meine Kolleginnen Sandra, Eden und ich bei uns das Zentrum für geschlechtsspezifische Biologie und Medizin gegründet.
00:26:39: Weil wir finden, dass gerade auch in der Grundlagenforschung Wir mehr tun müssen um dem Geschlechter Data Gap zu schließen.
00:26:48: Ja, genau dafür bin ich ja auch heute hier.
00:26:51: damit sie mir ein bisschen mehr über das gesamte Thema erzählen können.
00:26:55: Auch über den Gender Health Gap.
00:26:57: vielleicht können Sie da einfach mal eine ganz kurze Definition mir geben.
00:27:01: was ist das überhaupt?
00:27:02: für alle die das auch noch nie gehört haben wie kann man das dann einfach runterbrechen?
00:27:06: Also der Geschlechter oder der Gender Health gap?
00:27:09: oder die Gesundheitslücke zwischen den Geschlechtern Sowohl in der medizinischen Forschung, die wir zu wenig durchführen.
00:27:22: Aber auch in der Diagnose und in der Therapie.
00:27:27: Und da werden immer noch Männer als Patienten bevorzugt gegenüber den Frauen.
00:27:34: Also man kann schon sagen dass bei dem Gender Health Gap überwiegend Frauen benachteiligt sind oder wie würden sie das einordnen?
00:27:40: Überwiegend
00:27:41: sind Frauen betroffen weil viele Erkrankungen bei Frauen weniger deutlich zu Tage treten.
00:27:49: Also Unterschiede sehen wir besonders zum Beispiel in den Herzkreislaufererkrankungen, aber auch bei Schmerzwahrnehmungen oder bei der Wirksamkeit von verschiedenen Arzneimitteln.
00:28:02: Woher kommt das denn jetzt?
00:28:04: Also es liegt es einfach daran, dass sehr lange in Anführungszeichen nur an dem männlichen Körper geforscht wurde.
00:28:09: Der als exemplarisch genommen wurde.
00:28:12: oder wie kommt es dann dazu, dass quasi dieser Gender-Halfköp überhaupt entstehen konnte?
00:28:17: Da gibt es sicherlich mehrere Gründe.
00:28:19: einer der Gründe liegt darin, dass die Kontagonerfähre aus den sechziger Jahren dafür gesorgt hat, dass man auch Schutzgründen Frauen als Testpersonen vermieden hat, wo man sich dann auf die Männer fokussiert hat.
00:28:36: Gleichzeitig gibt es auch noch die Annahme dass Frauen komplizierter sind aufgrund des monatlichen Zyklus und wir gleichzeitig auch wenn wir nur ein Geschlecht untersuchen Auf der Grundlagenforschungsseite wo's um Tierversuche geht oder so wie einfach nur ein geschlecht Untersuchen kann.
00:28:54: Wir können einfach mit weniger mehr wichtige Erkenntnisse erzielen.
00:28:59: Wir müssen aber feststellen, dass gerade in den vergangenen Jahren wir mit unserer Forschungsqualität soweit vorangeschritten sind.
00:29:08: Dass ja sehr subtile Unterschiede in sehr umfangreiche Art und Weise also die zellulären Unterschiede In in den verschiedensten Organ nervensystemen Niere Leber Herz Haut Immunsystem sehr detailliert aufdrösen können.
00:29:24: Und da diese Detailierten Analysen die haben jetzt immer mehr dazu gezeigt.
00:29:29: Wir sehen Unterschiede und wir fangen jetzt an diese Unterschiede mit den epidemiologisch, also den Ärzten bekannten Unterschiede in der Häufigkeitsverteilung von einer Krankheit
00:29:39: zu erklären.
00:29:40: Ja, jetzt haben sie ja gesagt Frauen sind in Anführungszeichen komplizierter.
00:29:44: trotzdem ist es ja ein Fakt dass wir quasi die Hälfte der Menschheit ausmachen.
00:29:49: Also ist es nicht weniger wichtig Es
00:29:51: ist absolut wichtig!
00:29:53: Also jeder Mensch hat das Recht auf die gleiche Behandlung.
00:29:58: Aber es ist wirklich so, dass die Wissenschaftler oder im biomedizinische Forschende die Problematik... Sie verzeihen das Wort, weil ich problematisch sage, aber des monatlichen Zyklus den wir ja auch bei Versuchstieren genauso haben, dass man versucht hat, das aus den Statistiken herauszuhalten also aus den statistischen Erhebungen der Daten heraus zu halten und das ist leider ein Problem dem wir uns jetzt stellen können.
00:30:25: Also Tatsache ist dass insbesondere die Universität des Saarlandes sich auf die Fahnen geschrieben hat.
00:30:31: Gemeinsam mit der Landesregierung muss ich hinzufügen, diese Unterschiede auch von der Forschungsseite her anzugehen und deshalb haben wir das Zentrum für geschlechts- spezifische Biologie und Medizin gegründet.
00:30:43: Und deshalb sind wir mehr als fünfundzwanzig Forschungsgruppen, die allein nur dieser Unterschiede versuchen aufzulösen.
00:30:52: Was gibt es denn da so für Forschungsgruppen, können Sie da ein paar Beispiele nennen?
00:30:56: Also ich fange vielleicht mal in der Kinderklinik an weil es dort ein Beispiel gibt was vielen Menschen nicht bekannt ist.
00:31:03: Wenn wir zu früh geborene Kinder haben sehen wir dass die Mädchen einen viel bessere Prognose haben als sie zu frühgeborenen Jungen Und wir können das im Moment ja mit dem Hormonstatus nicht unbedingt erklären, aber wir haben trotzdem den Unterschied in den Geschlechtkommersonen die auch zu dem Zeitpunkt aktiv sind.
00:31:23: Wir müssen diese Fragen aufklären.
00:31:25: dass machen also die Kolleginnen und Kollegen in der Kinderklinik.
00:31:29: in meiner eigenen Arbeitsgruppe beschäftigen wir uns da wie verschiedene neurologische Erkrankungen von ihrem grundlegenden Mechanismus erklärt werden können Und wir haben da einige Modelle der Multiplensklerose in der Forschung und Multiplen Sklerosis einer Erkrankung, die dreimal häufiger Frauen betrifft.
00:31:50: Allerdings hat Männer den schwereren Verlauf.
00:31:53: ebenso habe ich gemeinsam mit der Universität Heidelberg ein Forschungsprojekt über Schmerzforschung und auch Schmerzwahrnehmungen zeigt einen sehr großen Unterschied zwischen den Geschlechtern.
00:32:04: Ich finde, man merkt ja auch langsam so ein Wandel.
00:32:06: Zum Beispiel das Thema Endometriose wird hier auch immer bekannter als es tut sich auf jeden Fall etwas.
00:32:11: Wo würden Sie denn sagen ist bei dem Thema Frauengesundheit der Gender Health Gap doch am stärksten?
00:32:17: oder wo muss man vielleicht am genauesten hinschauen jetzt?
00:32:20: Also ich glaube dass wir auf der einen Seite die Epidemiologie anschauen sollten und den damit verbundenen Leidensdruck.
00:32:28: also wie viele Frauen sind betroffen mit ungerechter Behandlung Und wie schwer sind die Einserkrankungen?
00:32:35: Ich habe das Beispiel Multiple Sklerose genannt.
00:32:38: Sie haben gerade die Endometriose genannt, wo auch wir vom Saarland aus im Bund gibt es neu aufgelegte Forschungsprogramme zur Endometrioze.
00:32:49: Das sind wichtige Themen.
00:32:50: genauso was sozusagen am stärksten im Moment in der Bearbeitung sind, sind die kardiovaskulären Unterschiede also grade die Unterschiede beim Herzinfarkt.
00:32:59: Wir müssen bedenken dass ein Drittel unserer Todesursachen sind auf kardiovaskuläre Erkrankungen zurückzuführen.
00:33:07: Wie stark sehen Sie das Thema Gender Health?
00:33:09: Gibt es jetzt allgemein momentan in der Medizin und Gesellschaft, haben sie da vielleicht auch Tendenzen, Entwicklungen?
00:33:16: wie prognostizieren Sie das so ein bisschen für die Zukunft?
00:33:18: Also ich glaube dass das Thema in der Gesellschaft und bei den Ärztinnen und Ärzten und bei dem Forschenden angekommen ist.
00:33:28: also ich glaube gerade die Grundlagenforschung der letzten zehn Jahre hat mit ihren subtilen Untersuchungsmitteln wirklich so viel Unterschiede herausgearbeitet und wir Wissenschaftler, wir sind sehr neugierig.
00:33:42: Warum haben wir diese Unterschiede?
00:33:44: Welche Konsequenzen hat das?
00:33:46: Das heißt von der Forschungseite sind sie sehr stark aktiv Und wir sind aktiv dabei auch die Politik davon zu überzeugen uns für die Forschung mehr Geld zu geben Denn Forschung ohne Geld funktioniert nicht.
00:33:57: und da möchte ich meine Kollegin unsere Genetik-Professorin, Frau Julia Schulze Hintrich nennen.
00:34:05: Die deutsche Forschungsgemeinschaft überzeugen konnte sechseinhalb Millionen Euro für die nächsten drei Jahre zur Verfügung zu stellen damit fünfzehn Forschungsgruppen in Deutschland sich dem Thema Sex and Glia widmen können.
00:34:20: Glia sind die Gliazellen des Nervensystems.
00:34:24: Die Hälfte der Zellen des Nervensystems gehören zu den Glierzellen.
00:34:28: Und die sind bei jeder neurologischen Erkrankung beteiligt, das heißt wir haben direkt auch die Politik überzeugt.
00:34:35: Wir sehen auch dass vom Bundesforschungsministerium Gesundheitsministerium wurden auch zweistellige Millionenbeträge kleine dreistelligen Millionen Beträge zur Verfügung gestellt für die Forschung.
00:34:46: Letzte Frage was ihre persönliche Motivation in diesem Forschungsgebiet zu arbeiten?
00:34:51: Also ich bin jemand versucht, Gerechtigkeit herzustellen.
00:34:57: Und ich finde es eine wahnsinnig spannende Angelegenheit jetzt die
00:35:03: hoch
00:35:03: komplizierten Methoden der Einzelzelluntersuchung im großen Maßstab auszunutzen um daraus mehr Informationen zu finden wie ein Organ funktioniert.
00:35:15: Ich als neurowissenschaftler mich interessiert das Nervensystem Und wenn ich dann sehe, dass jede einzelne Erkrankung des Nervensystems eine geschlechtsspezifische Verteilung hat.
00:35:24: Dann will ich wissen warum das so ist und ich könnte ein ganz wichtiges Beispiel, welch das noch erzählen darf.
00:35:30: Eine Kollegin aus den USA herausgefunden, dass wenn wir im Gehirn anschauen welche Hirnregionen kommunizieren aktiv miteinander, dann stellen wir fest, dass beim Männern Hirn-Region die mehrheitlich innerhalb einer Hirnhemisphäre stattfinden Also wir sozusagen entweder das Linko oder das rechte Hirn verwenden, also beim Männern.
00:35:53: Wohingegen Frauen verstärkt Kommunikation zwischen den Hirnhälften verwendet?
00:35:59: Ist das Multitasking?
00:36:00: Sehen Sie!
00:36:01: Meine Frau hat mir.
00:36:03: meine Frau meinte als ich ihr von diesen Ergebnissen berichte sagte sie Frank dass hätte ich dir gleich sagen können Wir sind einfach mehr multitaskingfähig
00:36:14: Perfekt.
00:36:14: Das ist doch ein schöner Abschluss!
00:36:16: Vielen Dank, Herr Kirchhoff.
00:36:17: Es war mir eine Freude.
00:36:20: So Jessica das war unsere erste Folge.
00:36:23: Ja
00:36:24: krass so schnell ist sie vorbei und wir haben so viel gelernt oder?
00:36:28: Absolut.
00:36:29: also Wir sind ein bisschen unter die Oberfläche gegangen von Gender Health Gap aber da gibt es noch so so so viel mehr zu wissen.
00:36:37: Und magst du uns schon mal ein bisschen Einblick über unsere nächste Folge geben?
00:36:40: Ja, kleiner Spoiler.
00:36:41: Es geht um das Thema Herzgesundheit in unserer nächsten Folge.
00:36:44: Denn das hier war natürlich erst der Anfang und es kommt noch viel mehr auf euch zu.
00:36:49: In der nächsten Folge werden wir dann zum Beispiel lernen, warum es als Frau wichtig ist, gewisse Symptome richtig einzuordnen damit man nicht im schlimmsten Fall sogar stirbt.
00:36:59: So krass ist das!
00:37:00: Darüber werden wir nächste Folge sprechen und ich bin sehr gespannt und freue mich sehr darauf dass nochmal zusammen mit ihr Ich
00:37:07: auch, absolut.
00:37:08: Und an euch da draußen wir danken euch fürs Zuhören.
00:37:11: und bis zum nächsten Mal!
00:37:12: Bis
00:37:13: dann!
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